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Herzlich
willkommen!
Wir freuen uns, dass Sie den Weg zu unserer Webseite gefunden haben.
Ist Drogensucht ein Thema, das auch Ihre Familie(n) betrifft? Dann
laden wir Sie ein, mit uns zusammen zu arbeiten, um die Lebenssituation
der Drogenabhängigen und ihren Angehörigen zu verbessern.
Als Eltern, Partner oder andere Angehörige von Drogen konsumierenden
oder drogenabhängigen Jugendlichen und Erwachsenen
- können wir es uns nicht leisten, unkritisch
zu sein,
- können wir es uns nicht leisten, passiv
zu sein,
- wollen wir das Elend und den Tod unserer Kinder
und Angehörigen nicht mehr schweigend hinnehmen.
Wir setzen uns für eine humane, akzeptanzorientierte Drogenpolitik
ein, deren Ziel eine verbesserte medizinische und psychosoziale Versorgung
ist, im Sinne der Correlation-Initiative, des Catania-Reports und
unserer eigenen Charta.
Politisch und konfessionell sind wir neutral. Mit unserer Tätigkeit
wollen wir Angehörige, Politiker und Fachstellen für humane
und akzeptanzorientierte Drogenstrategien motivieren. Wir sind gegen
eine Kriminalisierung des Drogenkonsums. Repression ist kein geeignetes
Mittel um Drogenabhängigkeit zu bekämpfen; die Jahrzehnte
lange, erfolglose Praxis beweist es. |
Wer
sind wir?
Wir sind Eltern, Partner und weitere Angehörige von Drogen konsumierenden
oder drogenabhängigen Jugendlichen und Erwachsenen, die sich
in örtlichen Vereinen und/oder Landesverbänden zusammengeschlossen
haben und die sich für humane und akzeptanzorienterte Drogenstrategien
im Sinne der Ziele von Correlation und dem Catania Report einsetzen.
Uns anschliessen können sich Landesverbände, Vereine von
Angehörigen oder auch Einzelpersonen, die sich in ihrem eigenen
Land für unsere Ziele gemäss unserer Charta einsetzen möchten. |
Was
tun wir?
Wir setzen uns ein für bessere Lebensbedingungen der Drogenabhängigen
auf allen Stufen: Auf niederschwelliger Stufe geht es primär
um Schadensminimierung und Überlebenshilfe für diejenigen,
die es nicht schaffen abstinent zu leben; auf hochschwelliger Stufe
geht es um die Wahl der geeigneten Therapie, um Nachsorge oder Arbeitssuche
usw.
Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt jeweils im eigenen Land, wo wir
uns auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene für die Interessen
und Anliegen der Drogenabhängigen, deren Eltern und weiteren
Angehörige einsetzen.
Im Kampf gegen Diskriminierung, Repression und Ausgrenzung
haben wir erkannt, wie wichtig es ist, über die eigenen Landesgrenzen
hinaus zu blicken und den Länder übergreifenden Austausch
zu suchen. Im internationalen Kontakt wollen wir den Erfahrungsaustausch
zwischen Eltern- und Angehörigengruppen aus den verschiedensten
Ländern fördern. |
Was
wollen wir?
Unser Ziel ist es, ein internationales Angehörigen-Netzwerk aufzubauen,
das einerseits dem Austausch von Wissen und Informationen dient und
andererseits die Vernetzung von mitbetroffenen Angehörigen fördert,
um ihnen damit mehr Kompetenzen und gegenseitige Unterstützung
zu geben. Dieses Netzwerk soll dazu anregen, die traditionelle, vor
allem repressive Drogenpolitik zu überdenken und sie in Frage
zu stellen. Gleichzeitig soll sie die Teilnehmer ermutigen, neue Wege
zu gehen, Wege die nicht bloß Abstinenz als einzige Lösung
anbieten, sondern, Wege, deren oberstes Ziel es ist, die Würde
und die Gesundheit der Drogenabhängigen zu bewahren.
Wir möchten mit diesem Netzwerk eine akzeptanzorientierte europäische
Drogenpolitik im Sinne des Catania Reports fördern. Insbesondere
wollen wir:
- die Verelendung unserer Söhne und Töchter
verhindern, damit sie trotz illegalem Drogenkonsum und Abhängigkeit
in Würde (über)leben.
- Verständnis für akzeptanzorientierte
Strategien wecken,
- den Wissensstand und die Kenntnis der Suchtproblematik
der Angehörigen durch sachliche Information verbessern,
- die Solidarität unter Mitbetroffenen und
Gleichgesinnten fördern,
- sie ermutigen aus der Isolation zu treten und
nicht länger angesichts von
menschenunwürdigen, diskriminierenden Zuständen zu schweigen
Von der Politik und den Fachstellen fordern wir
- die (schnellere) Umsetzung wissenschaftlicher
Erkenntnisse aus der Forschung
- flächendeckende
schadensminimierende Maßnahmen wie:
1. die Schaffung niederschwelliger Angebote zur
Gesundheitsförderung mit Infektionsprophylaxe (Spritzenabgabe!)
und Überlebenshilfe, die allen DrogenkonsumentInnen und Drogenprostituierten
den Zugang zu medizinischen und sozialen Einrichtungen ermöglicht und
sie zu Praktiken des safer use anhält (HIV –Hep. Prävention)
2. Substitutionsprogramme inkl. HIV/ Hep. Behandlungen
und psychosozialen Angeboten
- den
Einbezug der Betroffenen in die Angebotsgestaltung; denn nur wenn
die Dienstleistungen den tatsächlichen Bedürfnissen
der Benutzer angepasst werden, machen diese davon Gebrauch,
- den Einbezug
der Angehörigen in das Hilfsnetz, denn sie stellen eine wichtige
Ressource dar.
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Charta
- Wir setzen uns für eine humane, akzeptanzorientierte
Drogenpolitik ein, welche die Gesundheitsfürsorge in den
Vordergrund stellen.
- Wir kämpfen gegen die Diskriminierung und
Ausgrenzung der Drogenkonsumenten.
- Wir verlangen eine Gleichstellung der Drogenabhängigen
mit anderen Patienten oder Klienten. Das heisst: beim Zugang zu
medizinischen, sozialen und ähnlichen Einrichtungen sollen
Drogenabhängigen die gleichen Rechte, wie anderen Patienten
eingeräumt werden.
- Wir fordern ein breit gefächertes Hilfsangebot,
das die Klienten in die Angebotsgestaltung einbezieht und deren
Autonomie fördert.
Die Hilfsangebote sollen sowohl niederschwellige, nicht-abstinenz
orientierte ambulante und stationäre Angebote als auch abstinenz
orientierte ambulante u. stationäre Einrichtungen umfassen.
Abstinenz soll immer ein von den Betroffenen selber erwünschtes
Ziel sein.
- Wir befürworten Substitutionsprogramme,
denn wir sind überzeugt, dass sie für viele der sicherere
Weg aus der Abhängigkeit sind als die direkte Abstinenz
- Wir lehnen Therapieausschluss als Strafe für
einen Rückfall ab.
- Wir sind gegen eine Kriminalisierung der Drogenkonsumenten
und gegen Gefängnisstrafe als Therapie.
- Wir befürworten eine flächendeckende
Hepatitis- und HIV-Prävention, die insbesondere den Zugang
zu sauberem Injektionsmaterial für alle User gewährleistet.
- Wir möchten, dass auch unsere Bedürfnisse
und Rechte als Angehörige wahrgenommen werden. Das heisst
wir streben den Dialog und die Vernetzung mit den Fachpersonen
an.
- Wir sind politisch und konfessionell neutral.
Wir unterstützen keine ideologischen Strategien.
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